„Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe“

Jahreslosung 2024 # 1.Korinther 16,14

Dorfkirche Buchenberg

Kirche in Weiler

Nikolauskirche Buchenberg

Herzlich Willkommen

 

„Du sollst dich nicht der Mehrheit anschließen,wenn sie im Unrecht ist.“
(2. Mose 23, 2)

Das, liebe Gemeinde, ist der Monatsspruch für den Monat Juli. Der Vers aus dem zweiten Buch Mose (Exodus) steht in einem Abschnitt mit den Zehn Geboten und vielen Rechtsverordnungen für das Zusammenleben, dem Bundesschluss zwischen Gott und dem Volk Israel. Im Luthertext lautet er in voller Länge:

„Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen folgen
und nicht so antworten vor Gericht,
dass du der Menge nachgibst und vom Rechten abweichst.“

Es ist also eine andere Formulierung für das neunte Gebot: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. In Israel galt die Regel, dass ein Mensch nur dann schuldig gesprochen werden durfte, wenn mindestens zwei Zeugen Schuld oder Unschuld übereinstimmend anzeigten. Es war ein Schutz davor, Menschen zu Unrecht zu richten und zu bestrafen. Das Alte Testament kennt noch einen Schutz vor falschen Verdächtigungen und Anschuldigungen: wer in Furcht lebte, er könne wegen eines Vergehens schuldig gesprochen zu werden, oder wer sich vor Anderen fürchtete, die zornig auf ihn waren, der konnte in den Tempel gehen und die Hörner des Altars anfassen. Dann durfte niemand ihm etwas antun, es musste ein ordentliches Gerichtsverfahren abgehalten werden.

Im ersten Buch Könige (1. Kön 1, 50f. 2, 28) wird zweimal berichtet, dass jemand diese Zuflucht in Anspruch nimmt, da ging es um die Macht in Israel: man fürchtete, der König könne sich an seinem Nebenbuhler rächen. Doch beim Altar des Herrn war man in Sicherheit.

Heutzutage ist unser Rechtssystem ausgefeilt und ordnet bestimmten Vergehen bestimmte Strafen zu. Das Recht ist ein Instrument, die Menschen vor Verbrechen und auch vor Verbrechern zu schützen. Außerdem soll verhindert werden, dass jemand unschuldig verurteilt wird.

Immer wieder strittig ist das in Ländern, in denen noch die Todesstrafe verhängt wird, denn dieses Urteil ist endgültig. Doch überall besteht die Gefahr, dass Menschen sich blenden lassen, dass sie eine falsche Meinung durchsetzen oder dass sie auf einen Verführer hereinfallen und so selbst schuldig werden.

Und bis heute ist es nicht einfach, gegen den Strom zu schwimmen, d.h. anders zu denken und zu handeln als die Mehrheit. Es erfordert Mut und Standhaftigkeit. Der Vers will uns dazu ermutigen, nicht vorschnell zu urteilen und sich nicht der Masse zu beugen. Jede und jeder ist verantwortlich dafür, dass kein Unrecht geschieht, dass niemand ausgegrenzt wird und dass die Schwachen geschützt werden. So sind auch die Zehn Gebote gedacht: wie ein Zaun umgeben sie den Lebensraum der Menschen, nicht, um etwas zu verbieten, sondern um den Einzelnen zu schützen, sodass man in Ruhe und Frieden leben kann.

Ich wünsche uns die Weisheit, das Recht vom Unrecht zu unterscheiden, und den Mut, für die Wahrheit einzustehen. Einen gesegneten Juli wünscht Ihnen

Ihre Pfarrerin
Gabriele Mayer

Ev. Kirche Baden

Herrnhuter Losungen

Losung und Lehrtext f�r Dienstag, 16. Juli 2024:





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